Ilse Krüger

Ilse Krüger wurde in Mannheim geboren. Nach dem Abitur am musischen Gymnasium in Nürnberg studierte sie an der Musikhochschule München Schulmusik und Chorleitung. Wertvolle Anregungen - besonders auf dem Gebiet zeitgenössischer Chormusik - erhielt Ilse Krüger als Mitglied des via-nova-chores München unter der Leitung von Prof. Kurt Suttner. Meisterkurse und Hospitationen bei Joshua Rifkin und Lars Ulrik Mortensen vertieften ihre Kenntnisse in Fragen historischer Aufführungspraxis, ihre dirigentische Ausbildung ergänzten Kurse bei Joachim Harder, Leonid Korchmar und Kenneth Kiesler. Von 1986 bis 1997 war Ilse Krüger als Gymnasiallehrerin für Musik in München tätig.

Seit 1986 leitet sie den Paul-Gerhardt-Chor, der regelmäßig Oratorien bzw. instrumentalbegleitete Werke verschiedener Epochen aufführt, u.a. J.S.Bach "h-Moll-Messe", A.Dvorak "Stabat Mater", A.Pärt "Johannespassion". Dabei arbeitet sie mit namhaften Vokalsolisten und Instrumentalisten zusammen - auch Spezialensembles für "Alte Musik".

Konzertreisen führten den Paul-Gerhardt-Chor in die USA, nach Frankreich und England. Von 1998 - 2007 war Ilse Krüger künstlerische Leiterin des Thüringischen Akademischen Singkreises. Erfolgreiche Konzerte mit neuer und alter A-cappella-Musik sang der Chor in zahlreichen deutschen Städten. 

Die Aufführung des Mozart-Requiems im Rahmen des Mozart-Festes Chemnitz mit der Sächsischen Kammerphilharmonie wurde vom Mitteldeutschen Rundfunk aufgezeichnet. Im Mai 2001 sang der TASK unter ihrer Leitung das Abschlusskonzert des Bach-Festes in Eisenach, im Juli ein Konzert in der Reihe MDR Musiksommer. Im Dezember 2000 hat Ilse Krüger drei Aufführungen des Bachschen Weihnachtsoratoriums mit der Berliner Domkantorei im Dom zu Berlin dirigiert.

Die Umsetzung moderner Stimmbildungstechnik ist die Grundlage der Chorarbeit von Ilse Krüger. Indem sie zugleich die Musikalität des Chores fördert und einen auf jedes Werk abgestimmten Musizierstil und Chorklang entwickelt, gelingen ihr in dem großen Spannungsbogen zwischen Frühbarock und Moderne Interpretationen mit klarer musikalischer Struktur, gültiger theologischer Aussage und hoher Eindringlichkeit.

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